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Nach einem Programm mit politischen Aktivitäten in Berlin (u.a. traf die Gruppe zur Diskussion mit Bundesaußenminister Dr. Guido Westerwelle, dem früheren Minister Frank-Walter Steinmeier, dem ehemaligen Bundespräsidenten Horst Köhler und Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse zusammen) hatten die Jugendlichen nur knapp zwei Tage Zeit, um gemeinsam mit der renommierten Battery Dance Company aus New York die aufwändige Choreografie zu erarbeiten und einzustudieren. Der künstlerische Leiter und Gründer der Battery Dance Company, Jonathan Hollaender, reiste dafür eigens aus New York an. Auf der Bühne fand er Worte des Lobes für die Projektteilnehmer: „Wow! Das ist beeindruckend, euch hier zu erleben, und ich bin gerührt. Es zeigt, dass Tanzen verbindet!“ Lobende Worte fand auch Peter Maffay. Er ist Schirmherr des Vereins Begegnungen – Schutzräume für Kinder e.V., der rund um seinen Vorsitzenden Sascha Hellen von Bochum aus im Auftrag der Peter Maffay Stiftung und des Landes Nordrhein-Westfalen die Austauschprogramme koordiniert. Mittlerweile werden von der Hellwegstadt aus mehrere Jugendaustauschprogramme realisiert. So sind im letzten Jahr auch Jugendgruppen aus Schwerte, Lüdinghausen und Essen in den Genuss der internationalen Begegnung gekommen. Peter Maffay: „Ich bin jetzt bereits zum dritten Mal dabei, und so oft wie in den letzten Jahren war ich schon lange nicht mehr in der Schule! Aber es macht immer wieder Spaß, hierhin zu reisen, und es ist großartig, was ihr leistet! Ihr seid die besten Beispiele, dass die kommenden Generationen in einer Welt leben wollen, die tolerant und friedvoll miteinander umgeht. Es war eine großartige Aufführung mit Symbolcharakter.“ Begeistert zeigte sich auch der zuständige Staatssekretär des Familien- und Jugendministeriums, Professor Klaus Schäfer: „Wir glauben fest daran, dass ihr etwas bewegen könnt, und daher ist es für uns eine Verpflichtung, dieses Programm zu unterstützen. Der heutige Abend ist ein Lichtblick, gerade in der schwierigen Zeit, in der sich der Nahe Osten befindet. Das, was wir hier erleben, ist ein Statement, dass friedvolle Koexistenz möglich ist.“ Bewegt zeigte sich die Vizepräsidentin des Landtags, Carina Gödecke: „Ich absolviere viele Termine im Rahmen meiner politischen Tätigkeit. Im letzten Jahr war ich erstmals als ganz normaler Gast bei einer Abschlussveranstaltung in der Pestalozzi Schule. Dies hat mich zutiefst bewegt und noch tagelang beschäftigt. Ich konnte einfach nicht wieder loslassen, in Gedanken hatte ich noch immer das, was ich hier gesehen habe. Es ist ein tolles Projekt, und ihr bewegt die Herzen!“
Eine besondere Überraschung hielt Sascha Hellen für die Jugendlichen bereit: Damit diese einmalige Aufführung nicht nur den deutschen Eltern und Gästen vorenthalten bleibt, dürfen die 27 Pestalozzi Schülerinnen und Schüler die weißen T-Shirts, die sie während der Aufführung trugen, nach ihren zentralen Prüfungen noch einmal einpacken: Für vier Tage reisen sie erneut nach Israel, um dort in Neve Shalom in der Nähe von Jerusalem ein Gastspiel zu geben. Gemeinsam mit den amerikanischen Tänzern werden sie dort noch einmal ihre Tanzchoreografie aufführen. Hierzu werden dann auch die israelischen und palästinensischen Freunde und Eltern eingeladen. Als Sascha Hellen am Freitag mit dem Büro von Friedensnobelpreisträger und Staatspräsident Shimon Peres telefonierte, erklärte dies sich sofort bereit, die entsprechenden Einreisegenehmigungen für die palästinensischen Eltern zu erteilen. Momentan wird mit Hochdruck nach einem Termin gesucht, da auch israelische Freunde des Vereins Begegnungen wie die Gattin des früheren israelischen Premierministers, Aliza Olmert, der deutsche Botschafter Dr. Harald Kindermann, und selbst Staatspräsident Shimon Peres Interesse an einem Besuch der Aufführung haben. Der Austausch geht weiter, und Wattenscheider Jugendliche helfen nun bereits zum dritten Mal aktiv mit, die Lebensbedingungen im Nahen Osten zu verbessern. Nach einer intensiven Woche fassen es die Pestalozzi-Schüler wie folgt zusammen: „Es war die schönste Woche meines Lebens! Wir haben so viel erlebt und so viel über den Anderen erfahren. Uns verbindet viel mehr, als uns trennt, und ich bin glücklich, dass ich dabei sein durfte“, so Vivien. Sie freut sich schon vor allem auf das Wiedersehen mit den Israelis und Palästinensern im Sommer. „Das ist ein krönender Abschluss des Schuljahrs!“ Ihr Schulkollege Ron pflichtet ihr bei: „Wow! Das Projekt war einzigartig, und ich bin dankbar, dass ich die Chance hatte, hier mitzumachen. Am Anfang hatte ich so viel gehört, konnte aber nicht glauben, dass es wirklich so spannend und lustig wird. Ich habe so viel auch über mein eigenes Land erfahren.“ Einer der Gründungsväter des Jugendaustausches ist der frühere NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers. Ihn trafen die drei Gruppen am Freitagnachmittag bei einem Kurzbesuch im Landtag. Jürgen Rüttgers: „Ihr dürft eure Rolle nicht unterschätzen! Manchmal erreicht man auf unkonventionellen Wegen mehr als nach stundenlangen Verhandlungen. Ihr seid zwar erst 16 oder 17 Jahre alt, doch in euch steckt die geballte Kraft der Veränderung.“
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